Paul Nijman
Dipl. Architekt
+ Baubiologe SIB
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Bauen im Mondrhythmus

Den Einfluss des Mondes auf die Erde sehen wir an den Gezeiten der Meere. So hat der Mond also auch Einfluss auf das „wasserabhängige“ Baugeschehen. Schon unsere Altvorderen wussten um den zunehmenden und abnehmenden, resp. aufsteigenden (obsigänt) und absteigenden (nidsigänt) Mond. Aufgrund dieses uralten Wissens, kann in einem modernen Mondphasenkalender der günstige Termin für das Schlagen des Holzes im Wald, das Einbauen von Holz im Bau oder die gewünschten Eigenschaften des Holzes abgelesen werden. Auch der richtige Zeitpunkt für den Aushub, das Betonieren von Fundamenten, Wänden und allfälligen Decken, das Erstellen und Verputzen von Mauerwerken etc. ist entscheidend für das spätere Feuchtigkeitsverhalten der Bauteile. Wird z.B. der Aushub im abnehmenden Mond erstellt, wird verhindert, das Grundwasser in die Baugrube dringt. Betonieren im abnehmenden Mond lässt die Restfeuchtigkeit des Betons schneller und restlos verschwinden oder den Dachstuhl im abnehmenden Mond aufgerichtet verhindert ein Zerreissen oder Verdrehen der Balken. Möglichen Schäden und Folgeschäden kann so wirksam begegnet werden. Wir realisieren unsere Bauvorhaben immer mit Hilfe der günstigen Mondphasen, ohne dass wir ein grosses Aufheben darum machen. Die Handwerker wissen meist gar nichts von diesem Umstand, weil der Bauablauf praktisch ohne besondere Umstellungen möglich ist.